Schreiben ist Arbeit...

...oder wie Stephen King so treffend formuliert: Schreiben ist Thelepathie.

Nun ja, im Moment ist es noch Arbeit, harte Arbeit. Neben einem Vollzeitjob, Haushalt, Kochen und Freund bespaßen bleibt nicht immer viel Zeit und Freunde habe ich auch noch, man stelle sich vor.

Doch hin und wieder knappse ich mir ein wenig Zeit ab. Nicht viel, aber immerhin, da kann der Bestseller schon ein paar Monate dauern.

 

Zurzeit befinde ich mich eher in der Lernphase (obwohl man als Autor IMMER in der Lernphase ist, man kann immer etwas verbessern) und Findungsphase, oder so ähnlich. Es ist nicht so, dass ich zu wenig Ideen habe, sondern eher zu viele.

Manchmal sehe ich etwas was auf dem Boden liegt oder zwei Menschen in einer Interaktion oder etwas anderes und obwohl ich weder weiß was auf dem Zettel steht, noch was diese Menschen miteinander zu agieren haben, denke ich mir: Was wäre wenn... Von dort aus spinne ich den Faden weiter. Ein Protagonist ist schnell gefunden. Allerdings scheitern viele Ideen an der Frage: Welches Ziel hat der Protagonist, welches Motiv verfolgt er und kann ich die Geschichte in einem Satz fomulieren? Meist ist die Antwort darauf Nein! und ich verwerfe die Idee wieder.

Wenn ich die Antworten auf diese Fragen und weitere nicht beantworten kann, bleibt es meistens bei einem Was wäre wenn... und die Aufnahme in die Hall of Fame (auch Kladde genannt) scheitert.

 

Oh, auch ich habe schon mit imaginären Leuten gesprochen, habe Kopfkino vor dem einschlafen (meist gehe ich auf ein Abenteuer als Mr. XY) und murmele unverständliche Dinge vor mich hin oder führe ganze Selbstgespräche (meine Arbeitskollegin würde jetzt bestimmt nicken und mich verstehen, danke dafür).

Ich bin ein verrückter Vogel. Ich mampfe Unmengen an Fishermens und manchmal gehen meine Gedanken auf Wanderschaft, was ich nicht bewusst steuern kann. Ausgeklinkt. Manchmal komme ich schnell zurück, manchmal dauert das länger und schon kommt mir während ich das hier schreibe die Frage hoch: Was wäre wenn...

 

Das schwierigste am Schreiben für mich ist das Überarbeiten, nicht weil ich es nicht kann, ich will einfach nicht. Mein kleines Kind in mir wirft sich dann immer heulend auf den Boden und trampelt mit den Füßen und Händen auf den Boden.

Ich hasse es. Aber es ist eines der wichtigsten Etappen auf dem Weg zum Buch. Mist, ich glaub da muss ich noch an meiner Einstellung arbeiten.

Schreibtipps...

Es gibt Schreibtipps wie Sand am Meer. Gute und Schlechte. Deswegen will ich den Pudding nicht aufwärmen, sondern dir nur die besten Rezepte präsentieren, die für mich sehr wichtig sind.

 

Blogs:

  • vomschreibenleben.de von Annika Bühnemann – sehr inspirierende Tipps und Kurse rund um das Schreiben und Veröffentlichen. Es ist einer der ersten Blogs, auf die ich gestoßen bin, als ich anfing, mich mit dem Schreiben zu beschäftigen. Annika hat einige sehr inspirierende Artikel auf ihrem Blog geschrieben.
  • schriftsteller-werden.de von Jacqueline Vellguth. Der erste Blog, auf den ich gestoßen bin, wahrscheinlich weil ich genau ihren Wortlaut bei Google eingegeben habe. Egal welche Techniken dir Probleme bereiten, hier findest du die Antwort. Plotten, Charaktererstellung, Spannung, alles was du brauchst.
  • schriftblog.com von Bernhard Salomon. Endlich ein Blog direkt aus der Hand eines Verlegers. Du tust gut daran seine Tipps zu beherzigen, wenn du dein Manuskript bei einem Verlag einschicken willst.

Schreibratgeber:

  • Handbuch für Autorinnen und Autoren aus dem Uschtrin Verlag - Musst du gelesen haben. Wenn du es Ernst meinst. Eine richtig gute Hilfe.
  • Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2 von James N. Frey - sehr gut geschrieben, der Mann versteht sein Handwerk. Teil 1 habe ich nicht gelesen, weil es zu dem Zeitpunkt, als ich noch alles übers Schreiben verschlungen habe, in meiner Bibliothek nicht zur Verfügung stand. Aber ich bin der Meinung, dass Teil 2 völlig ausreicht.
  • Das Leben und das Schreiben von Stephen King - Hand aufs Herz, Stephen King ist mein absoluter Liebling, was Literatur angeht und er hats voll drauf. Im ersten Teil erzählt er viel über sich selbst, im zweiten Teil gibt er wertvolle Praxistipps. Auch wenn das Buch 1999 erschienen ist, die Tipps gelten noch heute. Sehr lesenswert!
  • Plot und Struktur von Stephan Waldscheidt - Ich liebe es. Obwohl meine ersten zaghaften Versuche ohne Plotten stattgefunden haben, bin ich überzeugt das seine Tipps mir weiterhelfen werden.

Zeitschriften:

  • Der Selfpublisher aus dem Uschtrin Verlag - Wer seine Bücher im Selbstverlag rausgeben will, kommt um diese Zeitschrift nicht drumrum. Gibts meist in Bahnhofsbuchhandlungen oder als E-Paper.
  • Federwelt aus dem Uschtrin Verlag - Neuigkeiten, Schreibwerkstätten, Tipps und Tricks.

Webseiten:

  • www.autorenforum.de aus dem Uschtrin Verlag - Hier wird alles aufgelistet, Weiterbildungen, Förderungen, Literaturwettbewerbe und so weiter. Macht Spaß und ist mehr als eine reine Informationsseite. Für Autoren ein MUSS!
  • www.andreaseschbach.de - Die FAQs kann ich sehr empfehlen. Der Autor gibt Antworten auf immer wieder kehrende Fragen. Ungeschönt und ehrlich. Außerdem stellt er hier seine 10-Punkte-Text-ÜV vor. (ÜV steht für Überarbeitungs-Vorbereitung). Es ist Grundlage der Stilanalyse für Papyrus Autor. Einfach mal durch klicken.

Damit arbeite ich:

  • Asus R558U mit Windows 10 und Intel Core i7 - wenn du nicht gerade ein MacBook besitzt, konzentriere dich beim Laptopkauf auf die Prozessor Leistung. Es sollte schon mindestens ein i7 oder der neue i8 sein. Lass die Finger von i3 oder i5. Nur Geldverschwendung. Achte darauf, dass dein Betriebssystem und deine Programme von einer SSD Festplatte aus laufen. Die sind schneller als die veralteten HDD Platten. Der Asus hat beides. Ram nicht vergessen, je mehr Arbeitsspeicher desto besser.
    Erkundige dich auf Chip.de, welche Freeware dir die Arbeit mit Windows 10 erleichtert. Halte das System immer sauber, damit es rund läuft.
  • Kindle 7 - für E-Books und E-Paper. Das kleine Tablet ähnliche Ding kann auch surfen. Mit viel Geduld. Als große Schwester werde ich mir demnächst mal den Tolino anschauen.
  • iPad Mini - Oh mein Gott, dass Ding ist in die Jahre gekommen. Aber mein nächstes Tablet muss mit Windows kompatibel sein. Es ist gut zum Surfen und schnell mal was nach schlagen. Ansonsten läuft es nicht mehr so gut.
  • iPhone 5 - auch in die Jahre gekommen, läuft aber noch gut. Einige werden sich jetzt fragen, warum ich einen Laptop mit Windows habe, aber ansonsten mit Apple arbeite. Nun ganz einfach, dass Tablet und das Handy sind nette Spielereien für zwischendurch. Schnell was nachschlagen, einfache Menüführung und so weiter. Mit Android komme ich nicht so klar. Außerdem ist die Kommunikation mit Windows zur Außenwelt einfacher. Apple verweigert sich einigen Dingen und ich möchte mir nicht von einem Betriebssystem sagen lassen, was ich nutzen kann und was nicht. Der Laptop ist nun mal Grundlage für mein Business und mit ein bisschen Achtsamkeit (auch Computer haben Gefühle) läuft auch Windows rund.
  • Papyrus Autor – auch wenn dieses Programm wirklich teuer ist (179 Euro) ich will es nicht mehr missen. Charakterdatenbank, Mindmap, Stilanalyse, Duden Korrektor, Recherche Datenbank. Geiler Scheiß. Nur schreiben muss ich noch selber.
  • LibreOffice – die Freeware Antwort zum Office Paket von Windows. Schnell ne Tabelle erstellt, schnell ne Notiz gemacht. Alles da und bereit. Find ich gut.